All inclusive – Die Thermobodenplatte

Viele Bauherren beschäftigen sich beim Thema Dämmung ausführlich mit den Außenwänden und dem möglichen Wärmeverlust über das Hausdach. Wenige machen sich Gedanken über die Bodenplatte. Das wird aber besonders wichtig bei Häusern ohne Unterkellerung. Wenn also das Fundament auch gleichzeitig der Fußboden ist sollte man besonders auf eine gute Wärmedämmung achten. Eine Möglichkeit, sich vor kalten Füßen zu schützen ist die Thermobodenplatte.

Sie hat viele Namen: Thermobodenplatte, Schwedenplatte oder Perimeter-Bodenplatte. Der Clou dieser Art von Fundament ist, dass er als abschließender Fußboden konzipiert wird. Das heißt, dass eine weitere Schicht Estrich, wie sie sonst üblich ist, nicht benötigt wird. Doch fangen wir zunächst unten an.

Meist wird die Platte wie üblich mit einem Kiesbett unterlegt. Darauf kommt dann bereits die erste Dämmschicht, meist aus Hartschaumplatten darüber, die in einer Art Rahmen, ebenfalls auf vorgefertigten Dämmelementen eingefasst sind. Auf eine weitere Schicht aus isolierendem Material kann nun die Fußbodenheizung verlegt werden. Deshalb wird dann auch kein weiterer Estrich mehr benötigt, denn die nun folgende Betonschicht ist sowohl nach unten gedämmt, als auch mit der Heizung versehen. Somit muss nun nur noch die oberste Schicht wie zum Beispiel Parkett verlegt werden. Alle im Haus benötigten Anschlüsse werden direkt in die Platte integriert.

Der Nutzen der Thermobodenplatte ist nicht unumstritten. Zum einen liegen die Baukosten mit bis zu 150 € pro Quadratmeter höher als bei einer normalen Bodenplatte und außerdem halten die Skeptiker es nicht sinnvoll eine so dicke Betonplatte zu beheizen.
Die Befürworter verweisen auf die längere Wärmespeicherzeit und die bessere Isolation zum kalten Erdreich hin. Außerdem spart man beim Bau die Kosten für den Estrich. Die Kosten für die Fußbodenheizung sind in beiden Alternativen enthalten.