Wieder modern – das Flachdach

Schaut man sich in der heutigen Häuserlandschaft um, sieht man, dass das Flachdach immer mehr in Mode kommt. Das hat sicherlich nicht nur optische Gründe. Verschiedene Fakten machen diese Varinate unter architektonischen und auch unter technischen Aspekten besonders attraktiv. Was also spricht unter dem Strich für die Alternative zum Satteldach? Und welche Nachteile sind damit verbunden?

Zunächst einmal gehen wir der Frage nach, was eigentlich genau ein Flachdach ist. Per Definition handelt es sich dabei um eine Dachfläche die maximal um 7 Grad geneigt ist. Man unterscheidet zwischen einem Kaltdach, bei dem sich über der Dämmschicht ein Hohlraum befindet und einem Warmdach, bei dem die obere Dämmung und das Dach eine Einheit bilden.


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Hauptsächliche entstehen bei dieser Konstruktion Probleme, durch die Niederschläge in Form von Regen oder Schnee, die nicht wie bei einem Satteldach abfließen, sondern oft auf dem Dach stehen bleiben. Wasser ermüdet dabei mit der Zeit die obere Abdichtung, und Schnee birgt zusätzlich Gefahren durch die Lasten, die auf der Oberfläche zu liegen kommen. Aus diesen Gründen bedarf ein Flachdach einer besonderen Pflege und Wartung. Außerdem muss bei der Errichtung schon auf einen guten Abfluss Wert gelegt werden.

Trotzdem hat das Flachdach auch eine Reihe von Vorteilen. Zunächst einmal benötigt es keine Ziegeldeckung ist somit um einiges leichter als seine schrägen Kollegen. Außerdem bietet es die Möglichkeit, Räume auch durch Glaskonstruktionen besser mit Tageslicht ausleuchten zu können. Ein ganz besonderes Plus ist das Wegfallen von schrägen Wänden, die immer auf Kosten des Wohnraums gehen. Wer möchte, kann sein Flachdach auch mit Terrassenflächen oder Begrünungen nutzen. Und schließlich bietet die ebene Fläche dieser Dachkonstruktion völlige Freiheiten beim Einsatz von Solarthermie- und Photovoltaikanlagen, weil der Bauherr nicht von der Ausrichtung der Dachschräge abhängig ist.

Die Kosten für ein Flachdach liegen mit bis zu 120 Euro pro Quadratmeter höher als bei einem Satteldach, das mit 60 Euro pro Quadratmeter zu Buche schlägt. Allerdings ist die Fläche eines schrägen Daches auch immer größer. Bei der flachen Variante kommen dann jedoch noch zusätzliche Wartungskosten oben drauf. Man wird wohl jeden Einzelfall genau kalkulieren müssen.